2026-03-30
Am 23. März erhielten wir den Auftrag, die Trasse eines Stromkabels zu verfolgen:
Außerhalb des Umspannwerks wurde ein neuer Sendemast gebaut, was die Verlegung einer neuen 110-kV-Kabeltrasse in das Gelände erforderte. Vor den Erdarbeiten war es jedoch unerlässlich festzustellen, ob sich im vorgesehenen Grabungsbereich bereits vorhandene Kabel befanden.
Ein Ende des vorhandenen Kabels endete an einem GIS-Schalter im Umspannwerk, während das andere mit einem 110-kV-Mast außerhalb verbunden war. Leider war das Typenschild des Mastes unleserlich, was es unmöglich machte, festzustellen, welchem spezifischen Schalter das Kabel zugeordnet war.
Das Kabel selbst war direkt im Boden verlegt, erstreckte sich über eine Distanz von etwa 300 Metern und blieb während des gesamten Betriebs unter Spannung. Darüber hinaus befand sich die Kabelplattform am Mast in beträchtlicher Höhe, was die üblichen Methoden zur Signalankopplung, die für solche Aufgaben verwendet werden, unpraktisch machte.
Die kritische Herausforderung bestand darin, dass niemand wusste, ob sich im Bereich, der für die Ausgrabung vorgesehen war, Kabel unter der Oberfläche befanden – geschweige denn deren genaue Verlegung. Es war in jeder Hinsicht ein echtes "Blindtest".
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Angesichts der Live-Leitungsbedingungen und der Unfähigkeit, eine direkte Verbindung herzustellen, wählten wir den Rohrleitungsortungsgerät XHGX507C. Die induktive Detektion wurde somit zur primären Methode für diesen Auftrag.
Dies ist der wichtigste Schritt im gesamten Detektionsprozess.
Zwei-Personen-Team: Unter Verwendung des Rohrleitungsortungsgeräts XHGX507C hält ein Bediener den Sender, während der andere den Empfänger hält; sie bewegen sich parallel zueinander in einem Abstand von etwa 10 bis 20 Metern.
Richtungssteuerung: Die Ausrichtung des Senders wird an der geschätzten Richtung der Rohrleitung ausgerichtet, während die Antenne des Empfängers senkrecht zur wahrscheinlichen Richtung der unterirdischen Versorgungsleitung positioniert wird.
Dynamische Verfolgung: Während sie sich bewegen, verschiebt der Empfängerbediener den Empfänger kontinuierlich hin und her, um Signalfluktuationen auf dem Bildschirm in Echtzeit zu überwachen.
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Wenn sich ein Kabel unter dem Gerät befindet, nimmt die Signalstärke des Empfängers erheblich zu; die Energieleiste auf dem Bildschirm steigt an, begleitet von Richtungspfeilen (links und rechts) – was darauf hinweist, dass sich der Empfänger der Position direkt über dem Kabel nähert.
Die Position wird weiter verfeinert, bis sich der Empfänger genau über dem Kabel befindet; an diesem Punkt erreicht das Signal seine maximale Intensität. Wir markieren dann diese spezifische Stelle auf dem Boden.
Wenn sich der Empfänger vom Kabel entfernt, nimmt die Energieleiste ab und ein einzelner Pfeil erscheint auf dem Bildschirm, der klar die Richtung anzeigt, in der sich das Kabel befindet.
Auf diese Weise – ausgehend von zwei sichtbaren Kabelpunkten als Referenz – erweitern wir systematisch unsere Detektion über den Grabungsbereich hinaus. Durch Wiederholung des oben beschriebenen Verfahrens alle zehn bis fünfzehn Meter bilden die aufeinanderfolgend markierten Punkte eine kontinuierliche Linie und enthüllen so allmählich die genaue Verlegung des Kabels.
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Durch die Erfassung einer Reihe von Signalpunkten haben wir die vollständige Flugbahn des Kabels erfolgreich kartiert, da es sich von den bekannten Referenzpunkten in beide Richtungen erstreckt.
Die Verteilung der Kabel im Grabungsbereich ist nun klar definiert: Es ist sofort ersichtlich, welche Bereiche Kabel enthalten und welche nicht. Dieses Ergebnis dient als direkte Anleitung für die Formulierung der Sicherheitsprotokolle, die für die nachfolgenden Kabelverlegearbeiten im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Sendemasts erforderlich sind.